Erweiterte Verfahren

 

Als ausleitende Verfahren werden Behandlungen wie Aderlass, Kantharidenpflaster, Blutegeltherapie oder Schröpftherapie mittels Schröpfgläsern bezeichnet.

Somit kann auch regelmäßiges Blutspenden ( entspricht in der Wirkung einer Aderlassbehandlung ) nicht nur für die Empfänger des lebensspendenden Saftes, sondern auch für die Spender selbst gesundheitliche Vorteile haben.

 

Die Anwendung von Blutegeln oder die Nutzung des mittels einer spanischen Laufkäferart hergestelllten äußerst reizintensiven Kantharidenpflasters wird in unserer Praxis nicht durchgeführt.

 

Im Rahmen der Neuraltherapie oder auch in Kombination mit einer Akupunkturbehandlung – aber auch als solitäre Maßnahme – kann das Aufsetzung sog. Schröpfgläser vorgenommen werden.

Hierbei wird ein Unterdruck im Hautbereich hergestellt, der zu einer erhöhten Durchblutung und Anregung des Lymphstromes im betroffenen Segment führt.

 

Eigenbluttherapie bezeichnet die Anwendung von patienteneigenem Blut, meist in Form einer Injektion oder bei Kindern potenziert zur oralen Anwendung.

In Deutschland war der Chirurg August Bier im Jahre 1905 der Erstbeschreiber der nativen Eigenbluttherapie ( also der Injektion unveränderten, nicht mit Sauerstoff oder Ozon angereicherten Blutes ). Er beobachtete eine schnellere Heilung  schwieriger Knochenbrüche. Bis in die 1960-ger Jahre arbeiteten viele Ärzte mit Eigenbluttherapien, die jedoch durch die Anwendung der antibiotischen Therapie abgelöst wurde.

Die postulierte Wirkung der Eigenbluttherapie beruht auf immunmodulatorischen Effekten, je nach Indikation ( z.B. Infektanfälligkeit, Arthritiden, Neurodermitis  ) können anthroposophische oder homöopathische Arzneimittel kombiniert werden.

 

Die mikrobiologische Therapie umfasst Vorbeugung und Behandlung schleimhautassoziierter Krankheitsbilder mittels physiologischer Bakterien, manchmal verkürzend als  „Darmsanierung“ bezeichnet. Sie erfolgt individuell  mit speziellen bakterienhaltigen Präparaten, die als Tabletten oder aufgelöstes Pulver geschluckt werden.

Wegbereiter dieser sog. probiotischen Anwendung von Bakterien waren Alfred Nissle und Theodor Escherich.

Heute weiß man um die überragende Bedeutung des - natürlicherweise mit verschiedensten Bakterien besiedelten- Darmes für das Immunsystem des Menschen.

In Versuchsanordnungen völlig keimfrei aufgewachsene Tiere, denen die natürliche Darmbesiedlung fehlt, gehen, wenn sie in eine normale mikrobiell besiedelte Umgebung gebracht werden, binnen kurzer Zeit an banalen Infekten zugrunde. Untersuchungen zeigten  bei ihnen funktionell und mikroskopisch ein völlig unterentwickeltes Darm -  Abwehrsystem, das nicht in der Lage war, sich gegen harmloseste Krankheitserreger zu wehren.

Im Darm wird in erster Linie  eine Protektivflora ( die die Schleimhaut gegen die Besiedlung mit „fremden“ Keimen  selber schützt ) und eine Immunflora ( die verantwortlich ist für spezielle immunologische Abwehrleistungen ) unterschieden.

Schädigungen dieser Bakterienkolonien durch Darmerkrankungen oder Antibiotikagabe ( die als Nebenwirkung eben leider auch „gute“, körpereigene Bakterien abtötet ) können glücklicherweise häufig durch den Körper selbst repariert werden.

Bei Problemen ( z.B. sog. „funktionellen“ Darmbeschwerden oder „ Reizdarm“ ) im Bauchbereich, die zuvor leitliniengerecht abgeklärt wurden ( um keine anderen ernsten Erkrankungen zu übersehen ), Neurodermitis, Infektanfälligkeit oder Allergien kann es aber sinnvoll sein, sich mal um seine Darmbakterien zu kümmern….

 

Elektrotherapie

 

Hierunter ist die Reizstromtherapie in ihren unterschiedlichen Anwendungsformen zu verstehen

 

 

Neuraltherapie  und Akupunktur

siehe an anderer Stelle